Pariser Ökonomen erklären Deutschland zum Sündenbock

Veröffentlicht am 06.10.2015 in Wirtschaft

Die vergleichsweise moderate Lohnpolitik in Deutschland sei für zwei Prozent der Arbeitslosigkeit in Frankreich verantwortlich, sagt ein Pariser Wirtschaftsinstitut. Und erklärt auch, warum.

Ist die gemäßigte Lohnpolitik Deutschlands Schuld an den wirtschaftlichen Problemen Frankreichs? Zumindest zu einem guten Teil, glaubt man einem Artikel in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift des Pariser Wirtschaftsforschungsinstitut Observatoire français des conjonctures économiques (OFCE).
Der schwächere Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland sei einer der Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Frankreichs, lautet vereinfacht zusammengefasst die These der beiden Autoren Mathilde Le Moigne und Xavier Ragot.
Sie haben untersucht, inwiefern die gemäßigte Lohnpolitik der Bundesrepublik seit Mitte der 90er-Jahre die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung Frankreichs und Deutschland beeinflusst haben könnte. Le Moigne und Ragot schätzen, dass der vergleichsweise schwache Anstieg der Löhne in der Bundesrepublik für gut die Hälfte der Unterschiede bei den Exportleistungen beider Länder verantwortlich ist – und auch für rund zwei Prozent der französischen Arbeitslosenquote.
Diese lag zuletzt bei 10,3 Prozent, für die Übersee-Départements bei 10,0 Prozent. Hätte Deutschland die Löhne in ähnlicher Weise wie sein Nachbar jenseits des Rheins erhöht, könnte die Arbeitslosenquote heute bei rund acht Prozent liegen, so die These.
Quelle: Die Welt

 

Anmerkung unseres Lesers J.A.: Endlich sagt es mal einer! Kleiner Hinweis an die WELT: Deutschland ist nicht der Sündenbock, sondern der Schuldige.

 
 

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