Lifting für die Bahnhöfe und Barrierefreiheit

Veröffentlicht am 04.08.2010 in MdB und MdL

In einem Brief an den Bundesverkehrsminister Ramsauer vom Mai dieses Jahres kritisiert MdL Reinhold Strobl (SPD) die Beschaffenheit der Bahnhöfe und Bahnhofsanlagen. „Viele Bahnhöfe - nicht nur in der Oberpfalz - sehen nicht gerade einladend aus“, so der Abgeordnete. Fs können auch manche Vorzeigeprojekte nicht darüber hinwegtäuschen: „Oft fehlt es den Bahnhöfen an den notwendigsten Service-Einrichtungen“. Bisher erhielt Strobl aber noch keine Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium.

Bahnhöfe sollten nach Ansicht des SPD-Landtagsabgeordneten ein Service-Zentrum für die Reisenden, ein Aushängeschild für das eigene Land sein, Deutschland als Gastland Touristen repräsentieren und dabei die Reisenden freundlich und gepflegt empfangen. Reisende sollten sich auf den Bahnhöfen wohl fühlen und sich, sofern sie als Touristen zu uns kommen, später nicht an verwahrloste und marode Bahnhofsanlagen erinnern müssen. So die Meinung Strobls.

Die Möglichkeit, Wartezeiten in einigermaßen gemütlichen, aber zumindest sauberen und gepflegten Aufenthalträumen überbrücken zu können, Fahrkarten oder Reiseartikel an einem Kiosk und nicht am Automaten kaufen zu können, sei an vielen Bahnhöfen nicht mehr möglich. Strobl: „Vor allem aber sollte der Reisende und Gast während seines Aufenthaltes in unserem Land nicht auf so selbstverständlichen Komfort wie Toilettenanlagen oder zumindest den Zugang zu Toiletten verzichten müssen. Wer häufiger auf unseren Bahnstrecken unterwegs ist, weiß allerdings, dass man hier manchmal in Ermangelung selbiger schon in Bedrängnis kommen kann.“

Dasselbe sei natürlich gerade auch für die Berufspendler sehr wichtig. Der Landtagsabgeordnete bittet den Bundesverkehrsminister in seinem Brief, hier vor allem von politischer Seite tätig zu werden und sich unter anderem verstärkt für faire Pachtverträge mit den Pächtern der Bahnhofsgebäude einzusetzen. „Wäre es nicht in dem einen oder anderen Fall besser, die Bahnhofsgebäude entsprechend zu sanieren und damit aufzuwerten, statt auch noch die letzten Bahnhofsgebäude möglichst gewinnbringend zu verkaufen?“ So die Frage des Abgeordneten an den Bundesverkehrsminister.

Ein besonders wichtiges Anliegen ist Strobl auch der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe: „Auch diesbezüglich bat ich den Bundesverkehrsminister um schnellstmögliche Verbesserungen und Lösungsvorschläge. Leider habe ich bisher noch keine Antwort erhalten.“ Statt Millionen von Euros in immer schnellere Züge zu setzen, wäre es angebracht, mehr auf die Qualität der Züge, auf den Zustand der Bahnhöfe und den Service Wert zu legen. „Ob der Zug von der Stadt A bis zur Stadt B nochmals 5 Minuten schneller ist, interessiert eigentlich nur wenige.“ findet Strobl. Ob aber in den Zügen die Klimaanlagen funktionieren, ob auf manchen Strecken noch Züge aus dem letzten Jahrhundert eingesetzt werden, ob die Züge pünktlich sind oder ob es immer wieder Verspätungen gibt, ob die Bahnhöfe barrierefrei sind und wie es mit dem Service auf den Bahnhöfen steht, interessiere schon mehr Bahnkunden. Hier zu investieren wäre vernünftig und notwendig.

 
 

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