Das tödliche Geschäft mit dem giftigen Blei

Veröffentlicht am 16.02.2019 in Umwelt

Die Nachfrage nach Blei steigt weltweit, auch für den deutschen Automarkt. Afrika, vor allem Nigeria, kann die Nachfrage bedienen – mit dem Recyceln von alten Batterien. Doch das Gesundheitsrisiko ist riesig: der Rohstoff vergiftet Arbeiter und Anwohner.

Nnewi, eine Stadt im Osten Nigerias mit rund 400.000 Einwohnern. Hier, im Dschungel zwischen Kokosnuss- und Palmölplantagen, steht die Recyclingfabrik des Batterieherstellers Union Autoparts, eine Tochter des erfolgreichen nigerianischen Industriekonzerns Ibeto. Die Firma macht aus alten Autobatterien neue. Allein in die Recyclinganlage hat Union Autoparts 7,3 Millionen Euro investiert.
„Stand heute ist das die modernste Anlage in der Bleirecycling-Industrie. Die Drehrohrofen sind vollständig mit Emissionsschutz ausgestattet“, erklärt Manager Vincent Eijke. Das Problem: Die Recyclinganlage steht seit letztem Oktober still. Es fehlen die Altbatterien. Gebrauchte Bleibatterien sind viel zu teuer geworden. Union Autoparts hat höhere Betriebskosten als die meisten anderen Bleihütten in Afrika – und kann im ruinösen Wettbewerb kaum mithalten. Also wurde das Recycling gestoppt. Für Eijke sind die ausländischen Blei-Importeure für die Preistreiberei mitverantwortlich.
Quelle: Deutschlandfunk Kultur

 
 

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